Werte – Schöpfung – Wertschöpfung

Kein Ökonom kommt am Thema „Nachhaltigkeit“ vorbei. Wer sich als einzelner oder für sein Unternehmen auf die Suche nach einer Einstellung zur Nachhaltigkeit macht, wird die dazu off erierten Publikationen nicht überblicken. Doch wie ist Nachhaltigkeit im Gesamtkontext einzuordnen? Als Trend, als PR-Methode, als lästige Begleiterscheinung, als Wert an sich?

Unternehmensethisch wird Nachhaltigkeit inzwischen als übergeordnete Zielsetzung gesehen. An die Stelle der klassischen Gewinnmaximierung tritt die Nachhaltigkeit. Es scheint ein Paradigmenwechsel zu sein, wenn die klare Profitausrichtung zugunsten eines recht unbestimmten bzw. vielfältigen Ziels ausgetauscht wird. In einer komplexeren Welt, mit der sich auch eine Zunahme der Anspruchsberechtigten des Unternehmens ergeben hat, können sich auch die Ziele ausweiten.

Die Nachhaltigkeitszielsetzung gliedert sich nach J. Wieland in eine Reihe von Unterzielen, die er in die Form des sog. Wertevierecks gebracht hat: Als Ziel (des Wertemanagements) von Unternehmen sieht er „die nachhaltige Sicherung des Unternehmens in jedem Sinne des Wortes (juristisch, ökonomisch, ökologisch, gesellschaft lich)“, von denen die ökonomische Seite die Gewinnerzielungsabsicht auch weiterhin beinhaltet. Nachhaltigkeit äußert sich dabei durch den langfristigeren Horizont; statt kurzfristiger Gewinne richten nachhaltige Unternehmen sich so aus, dass dauerhaft monetäre Ergebnisse erwirtschaft et werden. Das neue Paradigma liegt so im Bereich der Unternehmensperspektive. (..)

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Erschienen: bdvb aktuell – von Ökonomen für Ökonomen, Ausgabe 154